Tierärztliche Gemeinschaftspraxis Dr. Silke Meermann | Britta Westermann
Praktische Tierärztinnen




Igelfindlinge


Wenn das Wetter kühler wird, sind in den Gärten und Parkanlagen vor allem in der Dämmerung wieder häufig Igel anzutreffen. Oftmals sieht man sich als „Finder“ vor der Frage, ob der kleine Igel alleine in der Lage sein wird, den Winter zu überstehen, oder ob ein Eingreifen in Form von Zufütterung oder medizinischer Versorgung notwendig ist.
Zunächst sind dabei der Allgemeinzustand, sowie das Gewicht des Igels entscheidend. Gesunde Igel zeigen eine hohe Bewegungsaktivität und rollen sich zusammen, wenn sie Gefahr wittern. Bewegt sich ein Igel nur sehr langsam und rollt er sich nicht zusammen wenn man ihn anfasst, so sind dies erste Alarmzeichen. Unterkühlung und Untergewicht sind weitere Hinweise darauf, dass etwas nicht in Ordnung ist.
Darüber hinaus liegt bei Igeln häufig ein Befall mit verschiedenen Parasiten vor: dies sind zum einen so genannte Ektoparasiten wie Zecken und Flöhe, zum anderen aber auch Würmer. Häufiges Husten und Atemnot können auf einen Befall mit Lungenwürmern hindeuten.
Gerne beraten wir Sie bei medizinischen Fragen. Bitte beachten Sie, dass wir zwar die medizinische Versorgung der Igel übernehmen können, nicht aber deren Pflege bzw. Überwinterung! Zum Überwintern eignet sich z.B. ein großer Käfig, der in einem kühlen, zugfreien Raum aufgestellt wird. Herkömmliche Heimtierstreu, sowie Stroh sind für Igel ungeeignet; als Einstreu dient am besten Laub, in dem sie sich auch verstecken können. Die Fütterung geschieht am einfachsten mit handelsüblichem Feuchtfutter für Katzen; frisches Wasser muss ebenfalls zur Verfügung gestellt werden.
Bitte beachten Sie, dass Igel Wildtiere sind und im Anschluss an die notwendige Versorgung – also bei entsprechend großen Tieren vor dem Winter, bei zu kleinen Tieren nach dem Überwintern – wieder in die Natur entlassen werden müssen!



Unsere Schwerpunkte

Wichtige Informationen

News

Wissenswertes